Wie sieht dein SHTF Survival Plan aus?

SHTF Plan Survival

Wie sieht dein SHTF Survival Plan aus?

Checklisten helfen und sind die zweitbeste Lösung

Um auf Notsituation vorbereitet zu sein, kann man relativ leicht anhand Checklisten wie der oben sehen, wo man selbst noch Defizite hat. Klar, man muss überhaupt irgendwo mal anfangen, sich selbst und andere auf eine Ausnahmesituation vorzubereiten. Dafür benötigt man Training, Wissen und die nötige Beständigkeit, um wirklich auf dem bestmöglichen Level zu sein. Genau das ist der Prepping-Gedanke. Man muss auf sich selbst gestellt souverän zurecht kommen können: Ohne die Hilfe von Supermärkten, Apotheken und anderen Einrichtungen, die das tägliche Leben eben so bequem machen. Für mich ist die Motivation mich mit dem Thema zu befassen das Verlangen danach, immer noch besser zu sein als im Moment. Dabei kommt immer das Gefühl auf, noch etwas zu brauchen. Sei es Wissen oder auch eben ganz einfach Vorräte. Aber ohne diesen Antrieb kann man von Anfang an aufgeben und sein Leben in die Hände anderer geben: Weg von Selbstbestimmung und noch weiter weg von der Souveränität, die einem zusteht!

Aber was brauchen wir, um überhaupt dort hinzukommen, wo wir hinmöchten? … Einen Plan! Es ist großartig, wenn du schon damit angefangen hast, die Liste von oben ein Stück weit gedanklich abzuarbeiten. Damit bist du weiter als 99,9% der Bevölkerung und hast gute Chancen zurecht zu kommen, wenn es die Welt wie wir sie kennen auf einmal nicht mehr gibt. Wie sieht also mit einem Plan aus?

 

Warum du umbedingt einen SHTF Survival Plan brauchst

Einen SHTF Plan hilft dir bei der Überlegung, was du in einer bestimmten Situation tun musst, um diese bestmöglich zu bewältigen. Dazu zählt eben das erwähnt Wissen und natürlich die Ausrüstung.

 

Die Vorteile eines SHTF Survival Plan

1. Ein im Vorfeld angelegter Plan wird dir dabei helfen, deine aktuelle und zukünftige Situation besser zu verstehen. Die meisten Leute, mit denen ich über das Thema Survival rede, haben nur eine ungefähre Vorstellung davon, was passieren könnte. Sei es ein wirtschaftlicher Zusammenbruch oder einfach nur ein starkes Unwetter mit entsprechenden Folgen. Was aber eine gute Vorbereitung von einer schlechten unterscheidet, ist der zeitliche Faktor.

Im Herbst 2012 waren mein bester Freund und ich kurz vor Hurrikan Sandy in New York. Wir haben schon Tage vorher mitbekommen, dass ein ziemlich massiver Sturm auf die Ostküste zu zieht und haben uns entschlossen, unseren Urlaub deshalb alternativlos zu verkürzen, um noch rechtzeitig einen Flug nach Hause zu bekommen. Am letzten Morgen in Manhattan waren wir noch einmal im einem Supermarkt, der komplett leer gekauft wurde. Ich erinnere mich noch an den Satz nach dem Aufstehen an diesem Morgen: „Mikula, wir brauchen noch etwas zum Frühstück“. Seine Antwort war nur „es gibt leider nichts mehr. Auch nicht in anderen Geschäften“. Also haben wir unsere Sachen schnell gepackt und sind unmittelbar zum Flughafen gefahren.

Dieses Erlebnis hat mir deutlich gemacht, dass Zeit unglaublich wichtig ist, wenn man vorbereitet sein will. Sicherlich hätte man schon Tage früher die Rückreise besser planen können oder im Fall der vielen New Yorker sich schon früher um Vorräte kümmern sollen. Die Bedürfnisse von „Preppern“, die wissen, dass man vorbereitet sein muss, sind die gleichen wie bei den vielen anderen Menschen auch, die in letzter Minute zu Hamsterkäufen aufbrechen. Es unterscheidet sie nur die Auswahl der zeitliche Aspekt und damit die Auswahl und Anzahl der Dinge, die in normalen Zeiten im Übermaß in den Regalen der Supermärkte zu finden sind.

Ein Plan kann dir dabei helfen, im Vorfeld die Dinge zu besorgen, die wirklich wichtig sind. Und zwar während alles ruhig ist und der Supermarkt noch nicht einem Schlachtfeld gleicht.

2. Ein Plan hilft die dabei, mehr gedankliche Ordnung zu haben. Wenn du weißt, wie du dich in einer SHTF Situation verhalten wirst, kannst du leicht eine Checkliste erstellen, die dir beim Einkauf und der Lagerung von Vorräten und Ausrüstung hilft. Und du kannst anhand deines Plans genau sehen, was du zusätzlich brauchst wenn noch weiter Personen dazu kommen. Das führt uns zum dritten wichtigen Punkt!

 

Wen solltest du in deinen SHTF Survival Plan mit einbeziehen?

Die meisten von uns sind keine zurückgezogenen Einzelgänger, sondern haben Freunde, Partner und Familie. Es ist sehr wahrscheinlich, dass während einer Katastrophe dieser soziale Part ebenfalls eine große Rolle spielt. Wir sind eben nicht allein und tragen ebenso Verantwortung für andere. Wenn man also damit beginnt, seinen Plan aufzustellen, sollte man auch die anderen Personen mit einbeziehen. Im Englischen gibt es dafür den Begriff „Prepping circle of influence“.

Wasser ist z.B. eines der Bestandteile, die man beim Planen sehr genau mit einbeziehen muss. Für mich würde ich pro Tag 3 Liter Wasser einrechnen. 2 Liter für Trinken und Essen, 1 Liter für Hygiene. Bei einer Katastrophe, in der es theoretisch 3 Wochen lang kein Leitungswasser gibt oder man dieses nicht nutzen kann sind das also 3 x 7 x 3 = 63 Liter Wasser.

Für 3 Personen (sprich meine Freundin, ein Verwandter und mich) sind das schon 3 x 7 x 3 x 3 =189 Liter. Wasser ist sicher das einfachste Beispiel, da es sich gut einteilen und ausrechnen lässt. Aber an diesem Beispiel wird schon deutlich, wie knapp eine Kalkulation für 2 Leute wird, wenn unerwartet jemand drittes dazu kommt. Auf einmal würden jedem 21 Liter fehlen, also eine ganze Woche.

Da ich mit meiner Freundin zusammenlebe und meine Eltern nur wenige km entfernt wohnen, plane ich immer für 4 Personen. Selbst wenn man nicht unmittelbar davon ausgehen kann, dass man andere mit versorgen wird, kann es immer passieren, dass Freunde oder Familie vor der Tür stehen. Würdest du jemand nach Hause schicken?

 

Fazit

Ein Zitat von Eisenhowers  trifft es ziemlich auf den Punkt „Plans are nothing; planning is everything.“ Wirst du in der Lage sein, den perfekten Plan für jedes erdenkliche Szenario auszuarbeiten? Wirst du die perfekte Checkliste für alle Eventualitäten erstellen können, auf die du dich zu 100% verlassen kannst? …Nein!  Was du aber machen kannst ist damit anzufangen, einen Plan aufzustellen. Also zu planen. Das wird dir wahrscheinlich die Augen für ganz andere Ideen und Möglichkeiten öffnen. Für mich persönlich habe ich durch diesen Prozess eine Menge an Dingen ausschließen können, von denen ich einfach nicht glaube, dass sie in dieser Region passieren werden.

Das Planen hat mir die Möglichkeit gegeben, mich mental auf Argumente und Situation vorzubereiten, die nicht leicht sind. Zum Beispiel meine Freundin davon zu überzeugen, wie einfach es ist, sich Wasser als Vorrat zu besorgen. Stell dir einmal vor, dieses Vorhaben während einer nationalen oder internationalen Katastrophe in die Tag umzusetzen, wenn jeder auf den Gedanken kommt, dass Wasser wichtig ist.

Während einer SHTF Situation würde ich wahrscheinlich in einen reagierenden Modus umschalten statt mich fest an einen Plan zu halten. Dafür sind solche Situation dann wohl doch zu akut und wahrscheinlich auch überfordernd, als dass man agiert statt zu reagieren. Aber wie schon am Anfang gesagt: Es geht um den zeitlich Vorteil der grundlegendsten Bedürfnisse.

Selbst wenn eine Situation eintritt, die mit keinem Plan abgedeckt ist, helfen aber die Fähigkeiten, die man sich beim Erstellen eines Plans angeeignet hat. Auf diese Weise ist einem klar, wie man Probleme durchdenken kann und hat einen enormen Vorteil gegenüber anderen, die erst in der letzten Minuten handeln. Mach jetzt einen Plan. Ich garantiere, dass er dir dabei helfen wird besser zurecht zu kommen. Egal in welcher Situation.

 

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