Top 3 EDC Messer

Wozu ein EDC Messer?

Wir sitzen beim Thema EDC im gleichen Boot: Ein Messer gehört dazu und wir tragen es wahrscheinlich so gut wie immer bei uns. Und damit es kein 08/15 Victorinox Offiziersmesser in rot ist, machen wir uns Gedanken darüber, welches Messer am besten zu uns passt. Ich liebe es, in Outdoor-Geschäfte zu gehen, die eine große Auswahl haben. Das Gesamtbild muss einfach stimmig sein: Klinge, Griff und Mechanik spielen die Hauptrolle und man möchte ein Messer haben, das einem in diesen Punkte ohne wenn und aber gefällt. Aus diesem Grund habe ich einmal meine 3 Favoriten miteinander verglichen.

Bis auf Orte, an denen ein Messer nicht angebracht ist, habe ich fast immer eines dieser drei Kandidaten bei mir. Sei es Spaziergängen durch den Wald, beim Auspacken von Lieferungen, beim Bogenschießen, um Pfeile „auszugraben“ oder im Auto als Notfallwerkzeug. So gibt es bei mir fast keinen Tag, an dem ich mein EDC Messer einmal nicht nutze.

 

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Ein EDC Messer ist schnell charakterisiert: Es hilft dir dabei, alle kleinen und großen Herausforderungen im Alltag besser zu meistern. Sei es das Öffnen eines Paketes oder im Ernstfall die Befreiung aus einem verunglückten Fahrzeug.

Bei einem EDC Messer sind mehrere Faktoren von Bedeutung:

  1.  Verarbeitung: Wie qualitativ sind Material und Konstruktion?
  2.  Gewicht: Die Balance zwischen Stabilität und Gewicht ist entscheidend
  3.  Haptik: Wie liegt das Messer in der Hand und wie gut lässt es sich nutzen?
  4.  Schärfe: Wie scharf ist das Messer und wie lange bleibt es auch scharf?
  5.  Sicherung: Ein ungewolltes Einklappen kann zu ernsthaften Verletzungen führen
  6.  Formfaktor: Die Balance zwischen Ergonomie und Abmessungen
  7.  Preis: Bezahltbarkeit spielt immer eine Rolle
  8.  Haltbarkeit: Wie stabil ist das Messer und hält es Belastungen aus?
  9.  Look & Feel: Ersteindruck und Sympathie sind entscheidend
  10.  Funktion: Schneiden kann es und was sonst noch?

 

Die Kandidaten im Vergleich

 

Walther Black Tac

Walther Black Tac

Pro: Das Walther Messer war einigen Jahren das erste, welches ich mir gekauft habe. Bis heute leistet es gute Dienste und überzeugt so durch Haltbarkeit. Es ist der perfekte Kompromiss aus Preis, Haptik und Funktion. Der Dorn ist eine gutes Feature, um im Notfall Glas zum Bersten zu bringen. Das Messer klappt sehr leicht und damit schnell auf. Die Sicherung ist solide und leicht zu bedienen.

Contra: Das Black Tac könnte für meinen Geschmack noch etwas leichter sein. Gerade im Vergleich zum Gerber merkt man, dass der Preis auch seine Opfer hat. Es ist deutlich dicker und damit schwerer als seine Konkurrenten. Eigentlich kein großes Problem, wenn man nicht das Gefühl hätte, dass es auch ein wenig leichter möglich wäre oder wenn man keinen direkten Vergleich zu anderen Messern hätte.

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Gerber Remix Tactical

Gerber Remix Tactical

Pro: Ich gebe es zu: Mein persönlicher Favorit. Da fällt es etwas schwer, objektiv zu bleiben. Beim Gerber stimmt so gut wie alles. Look & Feel sind konkurrenzlos gut. Dazu die interessante und außergewöhnlich Optik. Das Messer ist sehr kompakt, verschwindet unauffällig in einer Tasche, stört nicht und ist trotzdem sehr hochwertig und sauber verarbeitet. Das Material der Griffs und der Klinge wirken gewollt und so, als hätte bei der Konzeption und Materialsauswahl niemand hätte sparen müssen. Der Ersteindruck ist einfach so gut, dass ich das Messer ohne weitere Recherche gekauft habe. Ich würde sagen, dass ich es mit gut 80% am häufigsten nutze.

Contra: Das Gerber verliert Sympathiepunkte in Hinsicht auf seinen Funktionsumfang. Bis auf Schneiden kann es im Prinzip nicht viel. Ein Dorn oder ein gut integrierter Gurtscheider hätten dem Messer sehr gut getan. Darüber hinaus ist die Mechanik nicht perfekt. Es ist alles ein wenig ruckeliger und steifer als beim Walther. Der Ring in der Mitte ist zwar schick, erfüllt allerdings ansonsten  keine wirklich sinnvolle Funktion.

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Böker Magnum USN Seals

Boeker Messer Magnum USN Seals

Pro: Dieses bezahlbare und klassische Messer ist der Golf unter den EDC Messern. Günstig, zuverlässig und praktisch. Die US Navy Seals Variante (es gibt das Modell auch in Fire-Fighter Optik und anderen Ausführungen) hat mir durch das in den Griff eingelassene Logo sehr gut gefallen. Der Gurtschneider und Dorn runden das Messer funktional ab.

Contra: Man könnte sich über die fehlende Riffelung der Klinge oder die nicht besonders griffige Oberfläche des Griffstücks beschweren. Muss man aber nicht, denn das Messer ist in seiner Konstruktion und Bauart sehr gut. Eigentlich aus komplett objektiven Gesichtsgründen der Sieger. Aber dann irgendwie dann doch nicht: Es fehlt auf subjektiver Ebene an Unverwechselbarkeit und ein Stück weit leider auch an Charakter.

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Die Wertungen im Detail

 

Survival Messer Test

Fazit

Auf Platz 1 landet das Walther Messer. Als deutscher Traditionshersteller auch nicht wirklich verwunderlich. Addiert man ganz objektiv alle vergebenen Punkte der einzelnen Kriterien zusammen, liegt es knapp vor dem Gerber. Dieses überzeugt jedoch auf Grund seines Charakters. Man wird Fan der Marke und lässt alles vergleichbare daneben liegen. EDC ist eben immer Typsache. So wie es Typsache ist, ob man lieber ein Android oder iOS Gerät nutzt, BMW, Audi oder Mercedes besser findet oder ob man einen bestimmten Verein einem anderen vorzieht. Am Ende leigen die Kandidaten dabei aus objektiver Sicht meist recht knapp beeinander, aus subjektiver Sicht aber auf keinen Fall.

Ich hoffe, dass dieser Artikel eine kleine Anregung ist, sich selbst auf die Suche zu machen. Das Angebot ist enrom groß und diese drei Messer bilden nur einen sehr kleinen Teil davon ab, was alles angeboten wird. Hat man aber einmal seinen Favoriten gefunden, ist es unwahrscheinlich, dass man beim nächsten Kauf wechseln wird. Genau wie bei Smartphones, Autos oder allem anderen, was man gewohnt ist und schätzen gelernt hat.