Survival Stadtplan: Alles was du brauchst auf einer Karte

Das Ergebnis der ersten Umfrage steht fest. Ihr habe euch für die folgenden drei Artikel entschieden, in deren Thematik wir uns für euch gründlich eingearbeitet haben:

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Als erstes möchten wir das Thema Survival Stadtplan genauer beleuchten. Das Thema beschäftigt uns schon länger und ist erstaunlich komplex. Unser erster „Reflex“, einen Stadtplan zu kaufen und dort alle Orte einzutragen, die hilfreich, gefährlich, praktisch oder auf jeden Fall zu vermeiden sind, war nur der Anfang unserer Recherche zu diesem Thema; es geht noch viel detaillierter und besser!

 

Die Vorbereitung für einen Survival Stadtplan

Schon bei der Auswahl des passenden Stadtplans spielen mehrere Punkte eine wichtig Rolle. Hinsichtlich des Materials merkt man schnell, welcher Plan beispielsweise auch bei Feuchtigkeit nicht sofort seinen Dient einstellt und sich auflöst. Genauso ist die Handhabung ein wichtiger Punkt, um schnell und zuverlässig navigieren zu können. Es gibt Pläne, die wetterfest, reißfest und beschriftbar sind. Ein großes Plus! Die passenden Suchbegriffe bei Amazon können dabei helfen, das richtige Ausgangsmaterial zu bekommen.

Aktualität ist ebenfalls wichtig. Ist der Stadtplan von 2013 oder von 2015? Innerhalb von 2 Jahren kann sich eine Stadt enorm entwickeln. Die Stelle / das Büro, in dem ich gerade diesen Text schreibe, war vor 2 Jahren noch ein Maisfeld leicht außerhalb der Stadt. Und so wurden Straßen, Wohnflächen und Wasserläufe, die in größere Rückhaltebecken führen, erst in der letzten Zeit erschlossen.

Zuletzt spielt der Maßstab eine wichtige Rolle: Sind alle relevanten Gebiete auf der Karte dargestellt? Ist Umland ebenfalls auf der Karte zu finden? Wie sieht es mit besonderen Merkmalen der Stadt aus? Oftmals sind bezüglich dieses Kriteriums Karten aus Hotels die beste Wahl. Sie verfügen zwar über wenig Details, sind aber extrem schnell zu verstehen und einfach zu lesen. Wichtige Orientierungspunkte sind deutlich markiert, sodass man sich in einer unbekannten Umgebung instinktiv zurecht finden kann.

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Drei Arten von Karten, die dir helfen

 

Lokale Straßenkarte

Du brauchst die detaillierteste Straßenkarte, die du nur finden kannst. Mit „lokal“ meinen wir nur deine Stadt. Oder wenn du in einer größeren Stadt bist eine Karte deiner näheren Umgebung von ca. 5 km Umkreis. Die Karte sollte die Gebiete beinhalten, in denen du dich häufig aufhältst. Jetzt schießt dir sicher der Gedanken in den Kopf „Ich kenne mich doch in meiner eigenen Stadt bestens aus und weiß, wie ich nach Hause finde. Dafür brauche ich keine Karte!“

Während eines SHTF-Szenarios (sei es durch eine weitreichende Katastrophe, durch eine Flut, einen schweren Sturm oder sonstigen Ereignisse, die alles auf den Kopf stellen) ist es wesentlich leichter, sich mit einer sehr lokalen Karte zu orientieren. Vielleicht sind einige Straßen gesperrt, manche Gebiete zu unsicher, um dort lang zu laufen oder du musst die Stadt auf einem Weg verlassen, den du noch nicht so gut kennst.

 

Topografische Karte

In Norddeutschland vielleicht weniger sinnvoll, ab dem Mittelgebirge aber sicherlich ein unverzichtbarer Helfer: Topografische Karten.

Sobald man gegebenenfalls das bekannte, lokale Gebiet verlassen muss, spielen topografische Karten eine wichtige Rolle. Auf ihnen sind Wasserquellen, Höhenunterschiede und geografische Besonderheiten verzeichnet. Egal ob man im Ernstfall zu Fuß oder mit einem Bug Out Fahrzeug unterwegs ist: Die Straßen werden nicht so einfach zu passieren sein wie im Moment. Cross-Country könnte der einzig praktikable Weg, sein, um von A nach B zu gelangen, ohne unnötige Risiken einzugehen. Dabei brauchst du Informationen, um Flüsse oder andere unpassierbare Gebiete mit einplanen zu können.

 

Erweitere Karte

Wo auch immer du dich hinbewegst, irgendwann wirst du an die Grenze deiner lokalen Karte stoßen. Ab diesem Zeitpunkt kennst du dich kaum noch mit den Straßen aus und läufst Gefahr, massive Umwege zu fahren oder zu gehen. Für diesen Fall eine erweiterte Karte der Umgebung zu haben, ergibt also Sinn. Die Karte kann nicht nur dabei helfen, den kürzesten Weg zu finden, sondern auch gefährliche Strecken und Gegenden zu vermeiden. Wissen und Vorbereitung sind hier alles! Eine gute Auswahl erweiterter Karten gibt es hier.

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Beschriftung der Karte: S, H, I, T, F, W und farbige Bereiche

 

Nachdem wir unser lokale Karte ausgebreitet hatten, haben wir uns eine Struktur geschaffen, um alle wichtigen Orte zu kennzeichnen.

 

F: Lebensmittelqullen (Food), hier sind alle Orte mit einem F markiert, an denen große Mengen an Vorräten lagern. Zum Beispiel Großlager von Lebensmittelketten oder große Lebensmittelhändler. Vorsicht: In einem SHTF-Szenario sind dies ebenfalls Gebiete, die mit erhöhter Wachsamkeit betreten werden sollten. Plünderungen und Überfalle sind hier besonders häufig. Falls jemand jetzt denkt „in zivilisierten Ländern dauert es eine Weile, bis sowas passiert“, liegt deutlich abseits von dem, was zum Beispiel während Hurrikan Katrina schon am ersten Abend der Katastrophe passiert ist. Menschen wurden für Lebensmittel auf offener Straße erschossen.

 

H: Gesundheit (Health), hier sind alle Orte mit einem H markiert, an denen Vorräte an Medikamenten und medizinisches Personal zu finden sind. Dies können Krankenhäuser, Arztpraxen oder auch Pflegeeinrichtungen sein. Generell sollte man nicht erst Medikamente und medizinisches Material besorgen wollen, wenn es eigentlich schon zu spät ist.

 

W: Wasserquellen und Vorräte. Mit einem W gekennzeichnete Orte sind natürliche Wasserquellen wie Seen oder Flüsse, die problemlos erreichbar sind. Wasserfilter nicht vergessen!

 

T: Werkzeuge, Baumaterial und Nützliches (Tools). T-Markierungen helfen bei Problemen wie der Sicherung der eigenen vier Wände oder dem Bau von neuen Unterkünften. Hier können ebenfalls nützliche Werkzeuge und Material gefunden werden, die in einem SHTF-Szenario zu extrem wertvollen Ressourcen werden.

 

I: Informationen, die es nicht überall gibt. Darunter: Bibliotheken, Universitäten, Schulen, Polizeistationen,…

 

S: Sichere Verstecke, befreundete Personen, Verwandte und andere Zufluchtsorte (Shelter). Mit einem S markierte Orte, an denen man schnell Zuflucht finden kann.

 

Wichtig: Die Karte ist keine Anleitung zum Plündern! Sie soll einen retten können uns nicht in Gefahr bringen.

Warum englische Abkürzungen? Genau so wenig wie der eigene Standort fett auf einer Survival-Karte markiert werden sollte, ist es wenig sinnvoll, jemandem, der nichts über die eigenen Pläne erfahren soll, hilfreiche Informationen zur Verfügung zu stellen.

Ein S mitten auf der Karte ist für Außenstehende nicht mit persönlich wichtigen Information kombinierbar. Natürlich könnte man auch xy auf die Karte schreiben und sich eine Legende anlegen. Das macht es aber nur unnötig kompliziert und hilft einem so gut wie gar nicht, wenn man dafür extra eine Legende erst anlegen und im Worst-Case-Fall auf der Karte dokumentieren muss. Falls man also sein Get Home oder Bug Out Bag zurücklassen muss, sollte der Inhalte und damit auch die Karte so wenig über den eigenen Standort verraten wie möglich.

 

Grüne Bereiche: Hier ist der Aufenthalt und das Bewegen als sicher einzustufen.

Gelbe Bereiche: Hier sollte Vorsicht geboten sein. „Schwierige“ Gebiete, soziale Brennpunkte, aber auch Vorratslager sollten gelb eingefärbt werden.

Rote Bereiche: Rot markierte Bereiche sind generell zu vermeiden. Darunter fallen Orte, an denen besonders viele Menschen aufeinandertreffen: Bahnhöfe, Krankenhäuser, Stadtzentren, Autobahnen,…

 

Hier ein Bild unserer Karte, die wir in Vorbereitung auf diesen Artikel erstellt haben:

Survival Stadtplan Oldenburg

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Satellitenbilder und weitere Informationen

Neben den normalen Stadtkarten können Satellitenbilder einen enormen Vorteil bieten. Auf ihnen sind schützende Waldflächen, kleine Bäche, Industriegebiete und weitere Detailinformationen verzeichnet. Es kann daher ausgesprochen hilfreich sein, die entsprechenden Gebiete mit Google Earth oder Bing Maps Luftbildern zu sichern, auszudrucken, zu laminieren und zusammenzuheften. Erledigt man diese Fleißarbeit gründlich und strukturiert, verfügt man über eine unfassbar wertvolle Resource, sollten die entsprechenden Quellen nicht mehr verfügbar sein. Hier spielt die Aktualität ebenso eine besondere Rolle wie der Detailgrad der Bilder.

Manche Wege sind auf keiner normalen Karte verzeichnet. Dazu gehören auch die Wege unseres Abwassersystems. Was in normalen Zeiten als unzumutbar angesehen werden kann, könnte nach nur wenigen starken Regenfällen während einer weitreichenden Katastrophe zum perfekten Bewegungsmuster werden. Das Abwassersystem wäre theoretisch nach einer gewissen Zeit durch das Regenwasser sauber gespült und könnte als besondere Möglichkeit der unbemerkten Bewegung genutzt werden. Karten hierzu können in Stadtarchiven und -Bibliotheken gefunden werden.

Egal, wie du dich im einem SHTF-Szenario bewegen möchtest. Faktoren wie die Sicherheit einer bestimmten Umgebung, der kürzeste Weg oder besondere Orte, die du schon kennst: Sei vorbereitet. Nichts ist gefährlicher, als unbedarft ein Gebiet zu betreten, in das du nicht gehörst und in dem überall Gefahrenquellen auf dich warten. Ebenso wichtig kann es sein, nicht den gleichen Weg zurück zu nutzen wie auf dem Hinweg. Man könnte ausgekundschaftet worden sein und geradewegs in einen Hinterhalt laufen. Schalte deinen Kopf ein und nimm deine Survivalkarte zur Hilfe!

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