Die Qual der Wahl: Das beste Bug Out Fahrzeug

Gehörst Du so wie ich auch zu den Leuten, die sich umdrehen, wenn sie einen V8 oder etwas noch exotischeres auf der Straße hören? Und damit meine ich keinen Golf GTI, sondern etwas in Richtung Nissan GTR oder Audi R8. Ich liebe diese Art von Autos, auch wenn ich mir selbst nicht unbedingt einen Sportwagen kaufen würde. Dafür siegt meistens eben die Vernunft und so bin ich mit meinem „Alltags-Audi“, der gerade einmal 5 Liter Diesel verbraucht, mehr als zufrieden. Klar würde ich einen Sportwagen vorziehen, aber es gibt eben mehr Faktoren als Leistung und Image. Genau so ist es bei einem Bug Out Fahrzeug: Das Gesamtkonzept muss stimmig sein!

 

Was ist ein Bug Out Fahrzeug?

Ein Bug Out Fahrzeug ist schnell charakterisiert: Es bringt dich (und wenn notwendig auch andere) in Sicherheit. Sollte eine SHTF-Situation eintreten, hilft es dir, deinen Bug Out Ort zu erreichen. Zudem sollte dieses Fahrzeug alltagstauglich sein. Um auf den Anfang zurückzukommen könnte man natürlich mit einem Zweisitzer zu seinem Bug Out Ort kommen. Nur wahrscheinlich aber auch nur bis dahin und nicht weiter.

Bei einem Bug Out Fahrzeug sind mehrere Faktoren von Bedeutung:

  1. Geschwindigkeit: Wie schnell kommt man voran
  2. Verbrauch: Reichweite und Effizienz
  3. Offroad-Tauglichkeit: Möglichkeit, blockierte oder gefährliche Straßen zu meiden
  4. Ladekapazität: Stauraum für Bug Out Material und Vorräte
  5. Schutz: Sicherheit, die das Fahrzeug bietet
  6. Unauffälligkeit: Möglichkeit, möglichst unbemerkt von A nach B zu kommen
  7. Maße: Teil der Auffälligkeit und Möglichkeit, das Fahrzeug zu verstecken
  8. Bezahlbarkeit: Anschaffungs- und Wartungskosten
  9. Alltagstauglichkeit: Nutzen und Akzeptanz im Alltag
  10. Komfort: Reichweite und Reisetauglichkeit

 

Die Kandidaten im Vergleich

 

BMW GS800

BMW GS800 Survival Fahrzeug

Pro: Wendigkeit und Schnelligkeit. Das Motorrad kann sowohl auf blockierten Straßen als auch problemlos komplett abseits der Straße souverän bewegt werden: Ein gewisses Können natürlich voraus gesetzt (siehe auch Contra). Der Verbrauch von etwa 5 Litern auf 100km spricht für die BMW.

Contra: Es sind eine Menge Erfahrung und Übung notwendig, um das Potenzial eines solchen Motorrads nutzen zu können. Aus Erfahrung kann ich sagen, dass sich das Fahren auf der Straße massiv von Offroad-Fahrten unterscheidet. Der Anschaffungspreis von etwa 11.000€ ist auch relativ hoch.

 

JEEP Wrangler

Jeep Wrangler Survival Fahrzeug

Pro: Wenn es um den Faktor Ladekapazität geht, macht der Jeep Boden gut. Darüber hinaus ist er durch seine Alltagsqualitäten mit hohem Komfort auch zu gebrauchen, wenn es nicht um Leben und Tod geht. Er ist durch seine Konzeption und sein einigermaßen ziviles Auftreten als „Daily-Driver“ geeignet.

Contra: Trotz Offroad-Tauglichkeit ist der Jeep weniger agil als z.B. die BMW oder das ATV von Yamaha. Zusätzlich gibt es im Hinblick auf die Anschaffungskosten von gut 39.000€ und die Herausforderung, den Jeep im Notfall unauffällig zu verstecken Abzüge in der Wertung.

 

GIANT Stance Fully MTB

 Giant Stance Fully MTB Survival Fahrzeug

Pro: Mein persönlicher Favorit: Leicht, wendig, unauffällig, günstig, wartungsarm und perfekt zu verstecken, falls man es abstellen will /muss. Und es macht Spaß! Sich mit einem Mountainbike fit zu halten ist also motivierend und leicht. Man kann die Gegend erkunden, in der man lebt und tut präventiv etwas für seinen Körper.

Contra: Die Reichweite ist auf knapp 40km pro Tag begrenzt. Alles darüber hinaus kann zu einer echten Herausforderung werden. Gerade wenn man überlegt, dass man in einem SHTF-Szenario möglichst unauffällig von A nach B kommen will. Darüber hinaus bietet das MTB so gut wie keinen Schutz und ist bei der Flucht keine große Hilfe.

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Yamaha Big Bear

Yamaha Big Bear Survival Fahrzeug

Pro: Haltbar, belastbar, bequem und kompakt. Meine Erfahrungen mit ATVs waren bisher immer gut. Man hat unmittelbar ein gutes Gefühl, kann bequem auch anspruchsvolle Strecken zurück legen und ist stets Herr der Lage. Bezahlbarkeit (um die 6.000€), Verbrauch und Off-Road Eigenschaften sprechen für das ATV.

Contra: Nur wenige möchten jeden Tag mit einem ATV zur Arbeit fahren, den Einkauf erledigen oder zu Freunden fahren. Deshalb sieht man auch so wenig ATVs in der „freien Wildbahn“. Der fehlende Schutz trägt ebenfalls zum Punktverlust in der Endwertung weiter unten bei.

 

Knight XV

knight-xv-survival auto

Pro: Eigentlich (!) das (!) Survival-Fahrzeug! … eigentlich. Perfekter Schutz und enorme Ladekapazitäten machen dieses Fahrzeug auf den ersten Blick zur perfekten Wahl. Bis auf die Nachteile.

Contra: Für heftige 438.000€ bekommt man keine Alltagstauglichkeit, hat keine Chance, das Fahrzeug zu verstecken, geschweige denn unauffällig von A nach B zu kommen. Und für den Sprit muss auch noch Geld über bleiben. Somit bleibt der Knight wohl eher eine Survival-Fantasie!

 

Die Wertungen im Detail

Wertung bestes Survival Fahrzeug

Fazit

Auf Platz 1 landet der Jeep. Das ist nicht weiter verwunderlich. Seit Jahrzehnten wird er im militärischen Bereich eingesetzt und geschätzt. Der heimliche Sieger ist wohl allerdings das Fahrrad. Die Geschichte zeigt, dass es immer wieder das optimale Survival Fahrzeug ist. Die Unabhängigkeit von Treibstoff macht es so attraktiv. In einem SHTF-Szenario könnte dieser nach einiger Zeit zu einem knappen und sehr teuren Gut werden, welcher die Vorteile des Jeeps, der BMW sowie anderer Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren aufhebt.

Es bleibt abzuwarten, wie sich der Markt der Elektro-Enduros entwickelt. Diese könnten langfristig wirklich zum perfekten Survival Fahrzeug werden. Solar- und Windenergie als Antriebsquelle, die Schnelligkeit und Wendigkeit von normalen Motorrädern und die Langlebigkeit eines Elektormotors.