10 Survival Probleme, deren Lösung dein Survivor-Leben vereinfachen

Das Szenario könnte man mit „gerade noch so 4 minus“ beschreiben. In Worten wäre es „eher nicht so vielversprechend“. Egal, wie man es umschreibt, die regionale und allgemeine Versorgung ist zusammengebrochen. Sei es durch einen Cyber-Angriff auf unser Versorgungsnetz oder eine weitaus misslichere Situation. Aber egal, wie die aktuelle Lage entstanden ist, jetzt gilt es, damit so gut es geht zurechtzukommen. Genau darum soll es in diesem Artikel gehen, welcher 10 essenzielle Probleme und deren Lösung vorstellt, die dein Survivor-Leben deutlich vereinfachen sollen.

 

1. Problem: Es gibt keine bequeme sanitäre Versorgung

Eine Reisetoilette für weniger als 10€ mit ausreichend Versorgung an Papier und Tüten kann dir sprichwörtlich den Arsch retten. Denn du bist nicht darauf angewiesen, das Haus zu verlassen, um deinem natürlichen Bedürfnis beziehungsweise deinem Zwang nachzugehen. So bist du vollständig autark und kannst dort bleiben, wo du sein möchtest und nicht dort, wo du sein musst.

Denk daran, ausreichend Papier und Tüten zu kaufen (normale Müllbeutel reichen völlig aus und sind um den Faktor 10 günstiger!), um nicht schon nach wenigen Tagen vor einem Engpass zu stehen oder Abstriche bei der Hygiene machen zu müssen. Das Thema ist nicht besonders attraktiv, um es zu durchdenken, also tu jetzt etwas dafür, dass es dich nicht am Ende einholt.

Mobile Toilette

 

2. Problem: Die Wasserversorgung ist zusammengebrochen

Aus genau diesem Grund sollte man im Vorfeld für ausreichend groß dimensionierte Wasservorräte sorgen. Das Wasser, welches wir im Supermarkt normalerweise unproblematisch zu günstigen Preisen kaufen können, ist länger haltbar als das Label verspricht. Eine FiFo-Rotation (First in – First out) ist trotzdem sinnvoll, um sicher zu gehen, dass man die zuerst gekauften Flaschen auch zuerst verbraucht. Hier ist zum Beispiel die organisierte Lagerung zu empfehlen. Auf der einen Seite des Regals werden Flaschen entnommen, auf der anderen Seite frische nachgefüttert.

 

3. Problem: Die Strom- und Gasversorgung ist zusammengebrochen

Butangaskocher sind im Campingbedarf einfach zu bekommen. Es gibt sie wie Sand am Meer. Genauso wie Gaskartuschen. Für wenig Geld bekommen man einen vernünftigen Kocher mit einer Reihe an Gaskartuschen. Perfekt, um sich auch ohne Strom- und Gasversorgung etwas Essbares zubereiten zu können. Denn auf den „Luxus“ einer warmen Mahlzeit kann man zwar verzichten, auf den moralischen Wert und die daraus zu ziehende Energie aber nicht über eine lange Zeit. Und mit einem Gaskocher hat man das perfekte Werkzeug, sein Reis- und Konservenvorräte nicht herunterwürgen zu müssen, sondern etwas Genießbares daraus zu machen.

Camping Gaskocher Survival

 

4. Problem: Es gibt kein Internet- und Telefondienst

Mal ehrlich: Wer hat noch ein FM Radio, das ohne Internet und Stromanschluss funktioniert? So gut wie niemand. Dabei ist ein Solar- und Kurbel-Radio die einzige Informationsquelle, die ohne Internet- und Telefondienste noch zugänglich sein wird. Hier werden vielleicht lebenswichtige Informationen verbreitet oder es lassen sich zumindest rudimentäre Hinweise erschließen, die dir weiterhelfen können.

Wie groß ist die Katastrophe, gibt es eine zentrale Anlaufstelle, werden Medikamente oder Vorräte ausgeteilt? All das wird in einem SHTF Szenario, wenn überhaupt, über Radiowellen verkündet.

Und selbst wenn du auf Information verzichten könntest, hast du mit dem Radio immerhin eine Taschenlampe und mit der Kurbel eine Beschäftigung für Abende ohne Netflix oder YouTube.

Solar Radio Survival

 

5. Problem: Die Infrastruktur ist zusammengebrochen

Zu diesem Thema haben wir vor einiger Zeit einen Artikel verfasst, in dem wir das ideale Bug Out Vehicle vorstellen. Unabhängig davon geht es darum, möglichst schnell, flexibel und mit so wenig Kraftaufwand wie möglich von A nach B zu kommen. Aus dieser Sicht wäre ein Fahrrad optimal, welches sich auch nach dem zweiten Weltkrieg als das Fortbewegungsmittel überhaupt bewiesen hat.

Doch es gibt mittlerweile noch wesentlich „wirtschaftlichere“ Möglichkeiten, von A nach B zu kommen. Als meine Verlobte mir den Hinweis gegeben hat, wollte ich ihn zuerst auch als Blödsinn einordnen, aber er ergibt Sinn: Ein stabiler Tretroller oder sogar Inline Skates könnten die zurücklegbare Strecke pro Tag verdoppeln oder sogar vervierfachen, passen in jeden Kofferraum oder ins Büro und kosten deutlich weniger als ein Fahrrad. Und selbst, wenn man sich damit nur in guten Zeiten fit halten möchte, sind sie mit gut 100 Euro eine sinnvolle Investition.

Survival Tretroller

 

6. Problem: Du hast von Taktik so viel Ahnung, wie Counter-Strike dir damals vermitteln konnte

Spurenlesen zum Beispiel: Wie viel weißt du über die verschiedenen Arten, Spuren zu lesen. Nicht nur Fußabdrücke geben die einen Hinweis darauf, ob und ich welche Richtung sich jemand bewegt. Auch durch das Gewicht einer Person in den Boden eingedrückte Steine und Zweige, umgeknickte Äste und Schmutz, wo keiner sein dürfte, liefern dir wichtige Informationen. Ein Video hierzu gibt es in der Survival-Rucksack Playlist.

Bilde dich so gut es geht selber aus. Auf YouTube ist die Auswahl praktisch im Überfluss vorhanden. Etwas zu lernen kann nie schaden!

 

7. Problem: Eine kleine Infektion lässt dich Stück für Stück dahinsiechen

Wie lange ist deine letzte medizinische Schulung her? Kennst du dich mit den Grundlagen der Wundversorgung aus? Weißt du, wie du kleine Wunden reinigen und versorgen kannst, ohne das daraus eine Infektion entsteht, die dich über kurz oder lang dahin strecken wird?

Es gibt für wenig Geld gute Erste Hilfe Koffer. Sie zu nutzen ist dagegen nicht ganz so leicht. Also investiere etwas von deiner Zeit und deinem Geld, um zumindest die Basics zu beherrschen. Am Ende kann es den Unterschied zwischen Leben und Tod machen und du würdest dich ärgern, nicht einen Tag pro Jahr dafür investiert zu haben, deinen Lieben helfen zu können, wenn es darauf ankommt.

Erste Hilfe Koffer Survival

 

8. Problem: Geld ist den Menschen nichts mehr wert

Selbst wenn unser marodes Wirtschafts- und Finanzsystem selbst nicht der Auslöser der SHTF-Situation sein wird, bezweifle ich, dass Menschen sich nach ein paar Tagen noch um das Geld kümmern, das wenige Tage vorher noch den Lebensmittelpunkt gestaltet hat.
Sobald das Geld nichts mehr Wert ist, geht es darum, eine neue Währung zu haben. Historisch waren das schon immer Tabak, Alkohol oder Edelmetalle.

Hier eine Top 10 Liste von Tauschartikeln, die in einem SHTF-Szenario begehrt werden:

1) Hygieneartikel: Toilettenpapier, Seife, Tampons, Taschentücher,…
2) Medikamente: Antibiotika, Schmerzmittel, …
3) Kaffee, Alkohol, Tabak, Schokolade,…
4) Salz und Zucker
5) Wasserfilter
6) NRG-5
7) Strom
8) Saatgut
9) Informationen
10) Munition

 

9. Problem: Zu viel Stress, zu wenig Hoffnung

Stress und die daraus resultierten Erscheinungen können für manche Menschen schon in Friedenszeiten das Maß des Erträglichen übersteigen. Die Belastung, die eine echte SHTF-Situation auf jeden von uns ausüben wird, kann man sich als jemand, der Krieg, Hunger, Todesangst und echte Gewalt nie erleben musste, nicht vorstellen.

Wie man mit außergewöhnlichem Stress fertig wird, können wir leider (oder zum Glück) nicht beantworten. Wie auch beim „Alltagsstress“ sollte man alles dafür tun, im Vorfeld einiges dafür zu tun, dass dieser Stress gar nicht erst entstehen kann. Eine gewissen mentale Resilienz kann trainiert werden. Ob das reicht? Vermutlich eher nicht, schaden kann es aber nicht.

 

10. Problem: Dir wird nach einem SHTF-Vorfall dann doch irgendwie langweilig

Dieses Problem sollte oder besser gesagt dürfte wahrscheinlich nicht besonders schnell eintreten. Vor allem vor dem Hintergrund, dass falls ein SHTF Event eintritt, wir ganz andere sorgen haben. Worauf dieses Problem aber abzielen soll sind Bücher.

Survival-Bücher wie der SAS Survival Guide, Survival-Nahrung, Medizinische Notversorgung und weitere Grundlagen, die wir für selbstverständlich nehmen, sollte jeder zumindest einmal gelesen haben. Denn Personen, die sich damit wirklich auskennen gibt nur wenige. Sei einer von denen und steigere deinen Wert, den du in einer Gruppe beitragen kannst, wenn es darauf ankommt. Es geht um Grundlagen, die man sich selbst aneignen kann, um im Ernstfall am Leben zu bleiben.